Der Fördererkreis und die Hochschule für Bildende Künste
Der Förderkreis der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig e.V. besteht seit über 40 Jahren.
Entsprechend dem Protokoll vom 10. Dezember 1964 versammelten sich die Gründungsväter unseres Fördererkreises in der Wohnung des Direktors der Hochschule für Bildende Künste, Professor Wollermann. Dort, im Hause Bammelsburger Straße 13, hoben sie den Verein aus der Taufe. „Taufpaten“ waren: Professor Karl Wollermann, Direktor Billen (Wolfsburg), Stadtrat Dr. Bernhard Mewes, Bankdirektor Heinrich Nicolaisen (Bankhaus Nicolai & Co.), Präsident der Handwerkskammer Walter Oehler, Fritz Runge, Verlagsbuchhändler Hans Stolle und Professor Peter Voigt. Beurkundet wurde die Vereinsgründung an Ort und Stelle durch den Rechtsanwalt und Notar Wilhelm Engels.
Zunächst wurden fünf Vorstandsmitglieder gewählt, und zwar Stadtrat Dr. Bernhard Mewes als Vorsitzender, Bankdirektor Heinrich Nicolaisen als sein Stellvertreter. Schatzmeister wurde Hans Stolle, während Walter Oehler und Fritz Runge zu Beisitzern gewählt wurden. Für die erste ordentliche Mitgliederversammlung, die man im Januar 1965 plante, war die Zuwahl von weiteren vier Vorständen vorgesehen. Als beratendes Mitglied gehörte natürlich der Direktor der Hochschule, Professor Wollermann, dem Führungsgremium an.
Interessant ist ein Abschnitt im Protokoll, wonach eine Frau Helga Malonnek für eine Stundenabfindung von DM 2,50 zur Erledigung der Büroarbeiten verpflichtet wurde.
Eine Presseerklärung gibt die Absichten des Fördererkreises wieder, wie das Zitat auszugsweise zeigt:
Dr. Mewes führte den Verein noch lange nach seinem Ausscheiden als Dezernent der Stadt Braunschweig bis zu seinem Tode. Er verstarb 84jährig im Januar 1984. Am 17.12.1984 meldete die Braunschweiger Zeitung, dass Bernhard Mewes von Dieter Rath, dem damaligen Direktor der Vereins- und Westbank in Braunschweig, abgelöst wurde. Im Juni 1989 folgte diesem der Geschäftsführer der Glas- und Gebäudereinigungsfirma Schmidt & Pfeiffer, Konrad Meister. Am 22. Oktober 1996 wurde der Braunschweiger Architekt, Dipl.-Ing. Michael Zimmermann, zum Vorsitzenden des Fördererkreises gewählt. Da Michael Zimmermann sein weltweit arbeitendes Architekturbüro nach Köln verlegt hatte, musste er aus Zeitgründen sein Amt aufgeben. Der Rechtsanwalt und Notar Dr. Bernd Huck trat im Jahr 2001 die Nachfolge an.
Wenn es auch in erster Linie Sache des Lande Niedersachsen ist, für seine Hochschulen zu sorgen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen, so reichen doch diese nicht aus, um alle Ausgaben auf künstlerischem Gebiet finanzieren zu können. Da die Bundesregierung nicht helfend eingreifen kann, ist die junge Hochschule auf die Selbsthilfe bzw. auf die Hilfe des Fördererkreises angewiesen. Diese Förderung soll im Wesentlichen den Studierenden zugute kommen, sei es durch Verbesserung der Einrichtungen der Hochschule, sei es durch Studienreisen, Exkursionen, Stipendien u. dgl. Hinzu kommen vielfältige kleinere Aufgaben und Ausgaben, die aus irgendwelchen Gründen im Interesse des Ansehend der Hochschule übernommen werden und durchgeführt werden müssen, für die aber im Haushalt keine staatlichen Mittel zur Verfügung stehen oder nicht schnell genug bewilligt werden können.
Große Aufgaben hat heutzutage eine Hochschule der Bildenden Künste in ihrem Aufbau zu bewältigen. Sie möchte sich dabei gern des Rates, der Unterstützung aus weiten Kreisen der Öffentlichkeit und vor allem der Wirtschaft bedienen.