Neue Schule

Neue Schule

„Dank ihres Mediums ist jede Kunst einzigartig und ganz und gar sie selbst.” (Clement Greenberg, Zu einem neueren Laohoon, 1940)

Während Clement Greenberg, einer der bekanntesten amerikanischen Kunstkritiker, sich Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts noch strikt weigerte, eine „Vermischung der Künste" anzuerkennen und stets die Eigengesetzlichkeit eines Mediums propagierte, dominierten im späteren Kunstdiskurs gerade intermediale Ansätze. Im Zuge dessen wurden der traditionellen Kunstform der Malerei skulputurale, konzeptionelle oder performative Charaktereigenschaften zugeschrieben — ein Versuch, sie von ihrer befürchteten Redundanz zu retten, ihren Begriff zu erweitern und ihr dadurch Relevanz in jedwedem Kontext zu sichern?

Alternativ dazu untersucht die Ausstellung Neue Neue Schule nicht die Anteile anderer Medien in der Malerei, sondern die Malerei in anderen Medien. Sie beschäftigt sich mit spezifischen Fragestellungen, Gesten und Strategien der Malerei in junger zeitgenössischer Kunst und versammelt Künstlerinnen und Künstler, die zwar keine klassischen Gemälde produzieren in ihren Werken aber dennoch zentrale Fragen der Malerei verhandeln.